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| Tobias
Maximilian Schnell |
| Gedanken zu meiner Arbeit |
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Kunst beginnt
für mich bei der Beobachtung meiner Umgebung im Bereich
der Natur und Kultur, speziell im Bereich des Wortraumes. Darauf
folgt die Entnahme von interessanten, merkwürdigen, vergessenen
oder unsichtbaren Fragmenten, hinterfragwürdigen Inhalten
oder Doppeldeutigkeiten.

Jeder Arbeit liegt ein spezielles Konzept zugrunde. Der Weg
zum Ergebnis ist das Ergebnis selbst. Das grösste Interesse
gilt dem Wort, dem gesprochenen, dem geschriebenen, dem Schriftbild
in seiner mannigfaltigen Ausdrucksweise, der Summe aus Strich
und Grund, aus Schwarz und Weiss oder der Stille und dem Ton.
In einer durch biografische Erfahrungen geprägten Realität
werden die Eindrücke transformiert und mittels diverser
Werkzeuge in die Welt zurückgeschickt. Codierung, Lesbarkeit
oder Sichtbarkeit seien exemplarisch genannt.

Das entstehende Werk ist so das Ergebnis eines sichtbar gemachten
Prozesses und orientiert sich nicht an bestimmten Materialvorgaben
oder Arbeitsweisen sondern reagiert speziell auf das zugrundeliegende
Konzept und die Idee. Rauminstallation sind genauso möglich
wie vergängliche Objekte in der Natur oder skulpturale
Objekte. Der Titel des Werkes ist fundamental mit dem Werk verbunden
da er ein Teil des Konzeptes ist.

Darüberhinaus entstehen Performative Eingriffe der Künstlergruppe
DieHumanKapitalisten (Kirsten Helfrich, Roland Adlassnigg, Tobias
Maximilian Schnell). Im Vordergrund steht die Interaktion zwischen
KünstlerInnen und Publikum. Kommunikation, Irritation,
Mobilisation fernab von Kapitalismus, klassischem Kunstbetrieb
und Marktkohärenz. |
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