| Beitrag zur
Ausstellung "1150 - Fridingen zeigt aktuelle Kunst"
Es gibt ja Online-Medien, bei denen Menschen beschäftigt
sind, die bestimmte Mitteilungen mit Bildern versehen. Wenn
nun einem solchen Mitarbeiter das Wort Raumplanung unterkommt,
dann kann es sein - wie selbst gesehen - dass ein Ausschnitt
eines Wohnungsgrundrisses samt Bad und WC zu sehen ist. Aha.
Das ist aber keine Raumplanung und deswegen bezieht sich dieses
Werk auch nicht darauf. Wobei, irgendwie schon.
Raumplanung ist ein Begriff, der beschreibt, wie die großmaßstäblichen
Wohnbereiche, Gewerbenutzungen, Straßen etc. organisiert
werden. Also grob gesagt alles, was außerhalb der Häuser
passiert. Die Maßstäbe sind entsprechend groß
und eher vier- bis sechsstellig.
Wir verschmutzen unsere Umwelt tagtäglich. Substanziell
und visuell. Deswegen muss sich jeder fragen, wie vertikal
eine Gesellschaft wohnen kann, damit sie noch funktioniert,
Grünräume freilässt, ein funktionierendes öffentliches
Verkehrsnetz besitzt und nicht jede Mama mit dem Auto zum
Kindergarten fahren muss.
Die durchnummerierten Toilettenpapier-Unikate stehen für
Wohneinheiten und den Umgang unserer Gesellschaft mit unseren
Ressourcen. Man kann über Kunst diskutieren, man kann
sich fragen, welchen Sinn sie hat, deswegen biete ich diese
Arbeit zur Mitnahme an: Fast alle der 1150 Teile können
mitgenommen werden, aber nur, wenn sie ihrer ursprünglichen
Bestimmung zugeführt werden.
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