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| Tobias
Maximilian Schnell |
Vor dem Anfang
ist
nach dem Ende |
| Installation 2009 - Erde, Rindenmulch,
Samen, Wasser, Licht - B*H*T 460*170*250 - Kunst.Box Bregenz
[A] |
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In dieser Arbeit
ging es mir darum, einen kleinen Ausschnitt der Welt darzustellen.
Scheinbar ist unser Leben das Wichtigste, aber offensichtlich
nur ein Teil eines großen Ganzen. Das Ende ist kein Ende
und vor dem Anfang stehen noch viele Dinge. Der Titel spielt
mit den Begriffen Leben und Tod, die näher beisammen sind
als oft gedacht. Das LEBEN LASSEN zu müssen heißt
sterben, man kann entgegengesetzt aber auch einem Lebewesen
sein LEBEN LASSEN, was sein Weiterleben bedeutet. Leben steht
für Freiheit, Tod scheinbar für unwiderrufliches Ende.
Dem natürlichen Lauf die Chance geben - der Natur ihren
Raum geben - ihre Gewalt akzeptieren und damit leben.
Genau an diesem Punkt setzt das Konzept an. Natur wird in den
scheinbar leblosen städtischen Raum geholt, unwirtlich
durch seine FastSonnenFreiheit. Aufgezeigt wurde eine vierwöchige
Wandlung zwischen dem "vor dem Anfang" und dem "nach
dem Ende". Die Installation war einem ständigen Wandel
unterworfen. Die Natur wurde vom Menschen betreut, sie hat aber
ihre eigenen Regeln auf diesem engen Raum fixiert und durchgesetzt.
Die Installation erreichte keinen Endpunkt, der Prozess, die
Wandlung selbst, stand im Vordergrund. Die Arbeit zeigte auf
feine Art und Weise die Grenzen der Natur auf. Ein Leben ist
immer ein LEBEN LASSEN. Eine gegenseitige Akzeptanz, Toleranz
und Respekt.
Foto Nr.1 by Christian Grass |
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