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Beitrag zur Ausstellung "1150 - Fridingen zeigt aktuelle
Kunst"
Kultur ist ein relativer Begriff. Einerseits. Aber er beschreibt
im Gegensatz zur Natur die von uns Menschen erschaffene oder
gestaltete, modifizierte Umwelt. Das bedeutet, dass diese
Umwelt allein im Einflussbereich des Menschen liegt. Die Verantwortung
kann auf niemanden oder nichts abgewälzt werden.
Andererseits ist Kultur ein Wort, das ein bestimmtes Niveau
beschreibt. Eine Qualität. Aber es steht als Synonym
für einen Teil unseres Interesses. Kultur ist etwas,
wofür sich viele Menschen interessieren, dafür Zeit
und Energie investieren und das von vielen genossen wird.
Kultur wirkt also - wie vieles andere natürlich auch
- verbindend. Und diese ent-stehende Gemeinschaft ist letztendlich
auch dafür berufen, Sorge um diesen Bereich zu tragen.
Betrachtet man dies im Speziellen in den geschichtsträchtigen
Szenarien eines schwäbischen Narrentreffens, dann kann
man sich auch fragen, worin der genaue Reiz einer solchen
Veranstaltung liegt. Es verbindet natürlich Menschen,
es bringt Menschen auf die Straße, es verbreitet Ideen
unter vielen Besuchern. Fraglich ist aber einerseits die Wahl
der Mittel und andererseits die Gestaltung des Rahmens. Das
2.0 vertritt die neuartige Form der Fasnetskultur.
Exemplarisch stehen diese 160 am Narrentreffen in Fridingen
gesammelten Kleinalkoholgetränkeflaschen dafür,
ob genau diese Mittel der Schlüssel zum Glück, der
Schlüssel zur Wahrheit oder der Schlüssel zur Kultur
sein können.
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