Tobias Maximilian Schnell
KULTUR 2.0
wer wenn nicht wir
wann wenn nicht jetzt
wo wenn nicht hier
Plastik 2011 - 160 Kleinalkoholgetränkeflaschen geweisst - B*H*T 120*50*9

Beitrag zur Ausstellung "1150 - Fridingen zeigt aktuelle Kunst"

Kultur ist ein relativer Begriff. Einerseits. Aber er beschreibt im Gegensatz zur Natur die von uns Menschen erschaffene oder gestaltete, modifizierte Umwelt. Das bedeutet, dass diese Umwelt allein im Einflussbereich des Menschen liegt. Die Verantwortung kann auf niemanden oder nichts abgewälzt werden.
Andererseits ist Kultur ein Wort, das ein bestimmtes Niveau beschreibt. Eine Qualität. Aber es steht als Synonym für einen Teil unseres Interesses. Kultur ist etwas, wofür sich viele Menschen interessieren, dafür Zeit und Energie investieren und das von vielen genossen wird. Kultur wirkt also - wie vieles andere natürlich auch - verbindend. Und diese ent-stehende Gemeinschaft ist letztendlich auch dafür berufen, Sorge um diesen Bereich zu tragen.
Betrachtet man dies im Speziellen in den geschichtsträchtigen Szenarien eines schwäbischen Narrentreffens, dann kann man sich auch fragen, worin der genaue Reiz einer solchen Veranstaltung liegt. Es verbindet natürlich Menschen, es bringt Menschen auf die Straße, es verbreitet Ideen unter vielen Besuchern. Fraglich ist aber einerseits die Wahl der Mittel und andererseits die Gestaltung des Rahmens. Das 2.0 vertritt die neuartige Form der Fasnetskultur.
Exemplarisch stehen diese 160 am Narrentreffen in Fridingen gesammelten Kleinalkoholgetränkeflaschen dafür, ob genau diese Mittel der Schlüssel zum Glück, der Schlüssel zur Wahrheit oder der Schlüssel zur Kultur sein können.