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| Tobias
Maximilian Schnell |
| Installation 2010 - Klebebuchstaben, Polaroids, Prägungen - B*H*T 533*513*360 - Villa Claudia Feldkirch [A] |
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Die Rauminstallation
KEINE KUNST widmet sich dem Thema Abwesenheit. Ausgehend von
der Projektphase der Gruppenausstellung einerseits und der Präsenz
von Kunst im realen Raum andererseits, stellt sich mir die Frage,
inwieweit abwesende, nicht sichtbare aber spürbare Kunst
als solche erkennbar und verständlich ist. Die Installation
KEINE KUNST nimmt Raum in Besitz, gibt ihn aber vordergründig
frei. Feine Spuren lassen rückwärts blicken. Das Thema
Vergangenheit prägt den Raum, in dem etwas zu fehlen scheint.
Die Arbeit ist dreiteilig aufgebaut. Drei chronologische Abschnitte
beschreiben den konzeptuellen Zugang. Phase eins visualisiert
die gedankliche Vorarbeit der Installation, die philosophische
Betrachtung zum Wert und Platz der Kunst auf der einen und der
Sichtbarmachung von Abwesenheit auf der anderen Seite. Stellvertretend
dafür sind die scheinbar leeren aber geprägten Blätter
zu sehen. Phase zwei beschreibt die Installation an sich, diese
Phase liegt aber zur Zeit der Ausstellung bereits in der Vergangenheit.
Hier kleben Buchstaben übereinander und bilden den Titel
der Arbeit. Phase drei ist das Jetzt, die Ausstellung. Sie wird
repräsentiert durch 3 Serien à 10 Polaroid-Aufnahmen
die das scheinbare Kunstwerk verkörpern. Auf den zweiten
Blick erkennt man das Motiv und den Ort. Hier wird sichtbar,
was nicht mehr sichtbar ist. Man erhält einen Einblick
in das nicht mehr Anwesende. Die Kunst in ihrer Substanz ist
vergangen, das Jetzt ist geprägt durch Blickwinkel und
Fragmente. Phase drei lässt erst erkennen, dass der Titel
der Arbeit nur ein Auszug eines Textes ist, der den Raum erfüllte.
Ein Text im Spannungsfeld zwischen Architektur und Kunst, ein
Text der meine Biographie beschreibt, darüberhinaus aber
auch die architektonischen Eigenheiten des Kunst-Ausstellungsraumes
verbalisiert: "Es ist keine Kunst gute Architektur zu machen
vielmehr ist es eine Kunst aus guter Architektur keine Kunst
zu machen." |
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